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Für mehr Sicherheit der Kinder in der eigenen Wohnung

06.02.2019   In den eigenen vier Wänden, da passiert nichts, da sind die Kinder sicher – so glauben viele. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Erwachsene können aber mit etwas Umsicht das Unfallrisiko für Kinder deutlich senken.

Viele Unfälle im häuslichen Umfeld sind vermeidbar, denn oftmals lassen sich mit wenigen Handgriffen und einem geringen finanziellen Aufwand die Küche, das Bad sowie die restliche Wohnung kindersicher machen.

Jedes Jahr verunfallen kleine Kinder im häuslichen Umfeld auf unterschiedlichste Weise: Keine Seltenheit ist es zum Beispiel, dass Säuglinge und Kleinkinder vom Wickeltisch oder die Treppe herunterfallen, kleine oder giftige Dinge und Substanzen verschlucken, sich verbrühen, die Hand am Schwedenofen oder am Herd verbrennen oder in der Badewanne oder im Gartenteich ertrinken. Doch diese Unfälle wären oftmals vermeidbar.

Gegen Stürze und Stolperfallen

Kleinkinder nutzen gerne Möbel oder andere Gegenstände, um sich an ihnen hochzuziehen. Deshalb müssen Regale und andere Gegenstände, die Kinder erreichen können, wie zum Beispiel ein Fernseher auf einem TV-Tisch, so gesichert sein, dass sie nicht umfallen können. Außerdem sollten Fenster mit einem verschließbaren Griff so gesichert werden, dass sie von den kleinen Entdeckern nicht eigenständig geöffnet werden können.

Spitze Ecken und Kanten bergen ebenso ein hohes Verletzungsrisiko wie Türen ohne Klemmschutz und kleine Zwischenräume bei Möbeln. Stolperfallen am Boden, wie lose am Boden herumliegende Kabel, sind zu vermeiden. Außerdem können Schutzgitter an Treppen und Etagenbetten einen Sturz verhindern.

Verzichten sollte man ferner auf Tischdecken, denn kleine Kinder können daran ziehen und so Töpfe, Teller und Tassen mit heißem Inhalt über sich schütten. Verschluckbare Kleingegenstände, angefangen von Knöpfen über Ringe bis zu Nüsse, aber vor allem auch giftige Pflanzen, Medikamente, Zigaretten, Alkohol, Plastiktüten – von denen eine Erstickungsgefahr ausgeht – und Putzmittel haben nichts in der Nähe von Kleinkindern zu suchen.

Vorsicht in Bad und Küche

Generell dürfen Babys und Kleinkinder nie ohne Aufsicht in der Badewanne sitzen gelassen werden. Da kleine Kinder ihren Kopf nicht eigenständig aus dem Wasser heben können, genügt nämlich eine Wassertiefe von wenigen Zentimetern, damit diese ertrinken können. Außerdem dürfen auch keinerlei elektrische Geräte beim Baden in erreichbarer Nähe sein, um einen lebensgefährlichen Stromschlag zu vermeiden.

Eine große Gefahr geht auch von zahlreichen Substanzen wie Lampenölen, Rohrreinigern, Waschmitteln, Duschgels und sonstigen diversen Reinigungsmitteln aus, die sich im Bad, in der Küche und/oder in der Waschküche befinden. In der Küche gibt es noch andere gefährliche Gegenstände wie Messer, Scheren sowie lange Fleischgabeln. Diese alle sind so zu verstauen, dass sie für Kinder unerreichbar sind.

Eine weitere große Gefahr ist der Herd. Dieser sollte mit einem Herdschutzgitter versehen werden, der das Herunterziehen der Töpfe verhindert. Außerdem sollten die Griffe der verwendeten Töpfe und Pfannen stets nach hinten gedreht werden. So können kleine Kinder nicht daran ziehen und selbst bleibt man auch nicht daran hängen, was das Risiko einer Verbrühung reduziert.

Strom und Feuer

Kindersicherungen gehören in jede Steckdose, doch das alleine genügt nicht: Elektrische Geräte, die gerade nicht benötigt werden, wie ein Toaster, Mixer, die Fritteuse oder ein Wasserkocher, sollten so aufbewahrt werden, dass ein kleines Kind ein solches Gerät nicht einschalten und sich daran verletzen oder verbrennen kann.

Problematisch können in diesem Zusammenhang auch elektrische Leuchten sein, denn Halogenlampen können beispielsweise bis zu 400 Grad Celsius heiß werden und unter Umständen sogar Materialien wie Papier oder Stoff in Brand setzen. Deshalb haben sie in Kinderzimmern ebenso wenig zu suchen wie eine brennende Kerze oder anderes offenes Feuer.

Außerdem sollten Feuerzeuge und Zündhölzer stets so verwahrt werden, dass sie von Kindern nicht erreicht werden. Ein Feuerlöscher und Feuermelder bieten zusätzlichen Schutz: Bei einem Brand warnen diese Feuermelder mit einem schrillen Alarmton und verschaffen damit den Erwachsenen die nötige Zeit, die Kinder und sich selbst aus der Gefahrenzone zu retten und die Feuerwehr zu rufen.

Mehr Sicherheit für Kinder

Die Bundesarbeits-Gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bieten online zahlreiche Informationen, Broschüren und Sicherheitstipps, wie man die eigenen vier Wände für Kinder sicherer machen kann.

Und falls doch etwas passiert ist: Eine thematische Zusammenstellung, wie Erste Hilfe bei Kindern durchzuführen ist, liefert die genannte Bundesarbeits-Gemeinschaft ebenfalls. Sollte es trotz aller Vorsicht – egal ob im oder außer Haus – zu einem Unfall kommen, sollte das betreffende Kind zumindest finanziell abgesichert sein. Hier greift eine private Vorsorge, da die gesetzliche Unfallversicherung nur Unfälle im Zusammenhang mit dem Schul- oder Kindergartenbesuch abdeckt. Die meisten Unglücke ereignen sich aber in der Freizeit und zu Hause.

Die private Unfallversicherung bietet deshalb einen Versicherungsschutz rund um die Uhr und das weltweit, wobei die Höhe der Kapitalsumme oder/und Rentenleistung im Invaliditätsfall frei wählbar sind. Angeboten werden häufig aber auch andere Versicherungslösungen, die unter anderem eine vereinbarte Rente und/oder Geldsumme zahlen, wenn das versicherte Kind wegen eines Unfalles oder einer Krankheit bleibende Schäden davonträgt.

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