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Häufige Fragen zur Riester-Rente

Beteiligen Sie den Staat an Ihrer privaten Altersvorsorge und profitieren Sie von den Zulagen, die Sie für die VPV Power-Riester erhalten. So können Sie schon mit geringen Beiträgen etwas für Ihre Rente tun.

Noch Fragen? Sie haben die Fragen, wir die Antworten. Die häufigsten Fragen unserer Kunden haben wir hier für Sie zusammengefasst und um die Antwort unserer Versicherungsexperten ergänzt. Natürlich hilft Ihnen auch unser VPV Kundenservice oder der VPV Vorsorgeberater in Ihrer Nähe bei Ihren Fragen gerne weiter.

  • Wie fördert der Staat die Riester-Verträge?

    Der Staat fördert Riester-Verträge über zwei Wege: Zulagen und Steuervorteile

    Ihre Einzahlungen werden vom Staat durch die jährliche Zahlung einer Grund- und gegebenenfalls Kinderzulage aufgestockt. Die Grundzulage beträgt 154 € pro Person und Jahr. Die Kinderzulage beträgt 300 € pro kindergeldberechtigtem Kind und Jahr (für vor dem 1.1.2008 geborene Kinder 185 € pro Jahr). Außerdem erhalten Personen unter 25 Jahren zusätzlich zur Grundzulage einen sogenannten Berufseinsteigerbonus von einmalig 200 € auf den Vertrag gutgeschrieben.

    Die Beiträge zur Riester-Rente sind steuerlich absetzbar. Im Rahmen der Günstigerprüfung wird ermittelt, ob eine Steuerersparnis über die Zulagen hinaus gegeben ist.

  • Wer bekommt die Riester-Förderung?

    Wenn Sie zu einem der folgenden Personenkreise gehören, können Sie die staatliche Riester-Förderung nutzen:

    • Arbeitnehmer, Auszubildende, pflichtversicherte Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind
    • Beamte und Empfänger von Amtsbezügen
    • Mütter und Väter während ihrer Kindererziehungszeit innerhalb von 36 Monaten nach der Geburt
    • Bundesfreiwilligendienstleistende
    • Empfänger von Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II
    • Berufs- und Zeitsoldaten
    • Pflichtversicherte Landwirte
    • nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen
    • geringfügig Beschäftigte, wenn auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichtet wurde
    • Bezieher von Erwerbsminderungsrenten bzw. Dienstunfähigkeitspensionen
    • Ehegatten von förderberechtigten Personen die selbst nicht förderberechtigt sind (sogenannte mittelbar förderberechtigte Personen)

  • Bekomme ich die staatlichen Zulagen automatisch?

    Nein. Die Zulagen müssen innerhalb von 2 Jahren nach Ablauf des jeweiligen Beitragsjahres bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) beantragt werden. Erteilen Sie uns einen sogenannten Dauerzulagenantrag, können wir die Zulage automatisch jedes Jahr beantragen.

  • Lohnt sich ein Riester-Vertrag für mich überhaupt?

    Bei einem Riester-Vertrag übernimmt der Staat einen Teil der Beiträge. Eine Steuerersparnis gibt es oft noch zusätzlich.

    Je nach Familienstand und Einkommen beträgt dieses geschenkte Geld sogar bis zu 80 % und mehr vom gesamten Beitrag.

    Wie hoch diese Förderquote bei Ihnen sein kann, finden Sie in dieser Tabelle.

  • Kann ich mit mehreren Riester-Verträgen mehrmals die Förderung bekommen?

    Nein. Förderberechtigte können die Zulage zwar auf maximal zwei Verträge verteilen. Insgesamt gibt es die Zulage aber nur einmal.

  • Kann ein angespartes Riester-Vermögen vererbt werden?

    Grundsätzlich ist das möglich. Bei zusammen veranlagten Ehegatten kann das Altersvorsorgevermögen auf einen Riester-Vertrag des hinterbliebenen Ehepartners übertragen werden. Bis dahin erhaltene Zulagen und steuerliche Erleichterungen müssen dann nicht zurückgezahlt werden.

    Bei einer anderen Erbfolge sind allerdings die bisher gewährten Zulagen und etwaige angefallene steuerliche Vorteile zurückzuzahlen.

  • Ich möchte meinen Ruhestand im Ausland verbringen. Ist das ein Problem für meine Riester-Rente?

    Nein. Innerhalb der EU wird die Riester Rente ohne Abzüge überwiesen.

    Gewährte Zulagen und Steuervorteile gehen nur dann verloren, wenn man sich außerhalb der EU niederlässt.

  • Lohnt sich die Riester Rente auch als Single?

    Ja! Denn auch als Single erhalten Sie jährlich die Grundzulage von 154 €. Somit ist die Riester-Rente auch für Alleinstehende ein sicheres Altersvorsorgeprodukt mit guter Rendite. Singles mit gutem Einkommen können außerdem von Steuerersparnissen profitieren.

  • Wann verliere ich die staatliche Förderung?

    Immer dann, wenn Sie das Kapital schädlich verwenden, verlieren Sie die staatliche Unterstützung. Das bedeutet: Wenn Sie Ihr Kapital z. B. nicht mehr für eine lebenslange Rente verwenden, Sie ins Ausland außerhalb EU/EWR umziehen oder auch den Vertrag kündigen, müssen Sie die Zulagen zurückzahlen.

  • Was passiert mit meinem Riester-Vermögen wenn ich arbeitslos werde und meine Beiträge nicht mehr bezahlen kann?

    Wer arbeitslos wird behält trotzdem seinen Anspruch auf Förderung. Allerdings kann evtl. der nötige Eigenbeitrag nicht mehr aufgebracht werden. Dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

    Der Vertrag kann

    • mit geringeren Beiträgen und einer dann gegebenenfalls reduzierten Zulage fortgeführt werden.
    • beitragsfrei gestellt werden.
    • aufgelöst werden.

    Bei Auflösung des Vertrages muss jedoch die gesamte bis dahin erhaltene Förderung zurückgezahlt werden. Dies nennt man „schädliche Verwendung“.

    Solange das Vermögen nicht „schädlich verwendet“ wird, gilt es in der Ansparphase als geschütztes Vermögen. Es fließt daher nach derzeitigem Stand nicht in die Ermittlung des verwertbaren Vermögens von Arbeitslosengeld-II-Empfängern ein und ist somit während der Ansparphase vor dem Zugriff von Arbeitsagenturen und Sozialämtern geschützt.

  • Was sollte ich mit meinem Riester-Vertrag tun, wenn ich jetzt ein Kind bekommen habe?

    Um sich nicht die Kinderzulage von 300 € entgehen zu lassen, sollten Riester-Sparer den Zulagenantrag im Folgejahr entsprechend anpassen. Wurde uns bereits ein Dauerzulagenantrag erteilt, reicht es, wenn Sie uns Bescheid geben; wir können dann bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) beantragen, dass die Zulagen entsprechend angepasst werden.

    Um die Kinderzulagen zu bekommen, müssen die Erziehungszeiten allerdings bei der Deutschen Rentenversicherung angerechnet werden. Und das geht so: Bei der Deutsche Rentenversicherung Formular zur Anerkennung von Kindererziehungszeiten anfordern und ausfüllen (Kostenloses Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung: 0800 1000 4800).

  • Kann ich meinen Riester-Vertrag eigentlich kündigen?

    Ja, eine Kündigung ist jederzeit mit einer Frist von maximal drei Monaten zum Quartalsende möglich. Wer kündigt sollte aber berücksichtigen, dass die erhaltenen Zulagen und die Steuervorteile an den Staat zurückgezahlt werden müssen. Anstatt zu kündigen sollte man deshalb den Vertrag lieber beitragsfrei ruhen lassen.

  • Gibt es für Beamte eine besondere Regelung?

    Zur Prüfung der Zulagenberechtigung ist das Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) verpflichtet, der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) die Bezüge des Jahres vor dem Beitragsjahrs und die berücksichtigungsfähigen Kinder im Beitragsjahr mitzuteilen. Um diesen Datenaustausches durchführen zu können, ist die einmalige Erteilung eines widerruflichen Einverständnisses notwendig. Ohne dieses Einverständnis ist keine Förderung möglich.

    Außerdem müssen Beamte, die auch vor ihrer Beamtentätigkeit noch keine Renten-/Sozialversicherungsnummer erhalten haben, über das LBV eine Zulagennummer bei der ZfA beantragt.

    Hinweis:

    Auch die Ableistung des Wehrdienstes stellt bspw. eine rentenversicherungspflichtige Tätigkeit dar, weshalb in diesem Fall bereits eine Rentenversicherungsnummer vorhanden sein müsste. Ebenso bei kurzfristig rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit bspw. während der Semesterferien.

    Für die notwendige Einverständniserklärung und die Beantragung der Zulagennummer steht das Formular 3999 Antrag/Erklärung Altersvorsorge auf der Internetseite des Bundesministeriums für Finanzen zur Verfügung: www.formulare-bfinv.de . Dieses Formular muss ausgefüllt an das jeweilige Landesamt für Besoldung Versorgung weitergeleitet werden.