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Homeoffice: Was Arbeitnehmer schätzen und was sie belastet

Arbeiten in der Coronakrise setzt Beschäftigte zunehmend unter Druck, die Loyalität zum Unternehmen sinkt, wie eine Umfrage zeigt.

Nach über zwölf Monaten im Corona-Krisenmodus und verordnetem Homeoffice zeigen sich bei den Beschäftigten Ermüdung und Erschöpfung. 35 Prozent der Mitarbeiter hatten im Herbst das Gefühl, aufgrund von Arbeitsstress ausgebrannt zu sein. 2019 waren es noch 26 Prozent.

Das ergab eine telefonische Umfrage des Beratungsunternehmen Gallup Deutschland vom 19. November bis 18. Dezember 2020 unter 1.000 Arbeitnehmern über 18 Jahren. Die Initiatoren der Umfrage sehen damit deutlich höhere Risiken von Burnouts bei den Beschäftigten.

Coronakrise polarisiert die Mitarbeiter

Zudem polarisiert die Pandemie die Belegschaften. Einerseits sinkt die Bindung an den jeweiligen Arbeitgeber, nur noch 61 Prozent (2019: 73 Prozent) der Befragten wollen ohne Einschränkung weiter für ihren aktuellen Dienstherrn arbeiten. Ein Grund dafür sind auch Maßnahmen wie Kurzarbeit, die sich negativ auf das Vertrauensverhältnis auswirken.

Gleichzeitig bekommen Unternehmen nach Angaben von Gallup von ihren Beschäftigten gute Noten für ihr Management in der Pandemie, ihre Hygienekonzepte wie die speziellen Strategien zum Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiter.

Firmen, die ihre Beschäftigten als Mensch und nicht nur als reine Arbeitskraft behandelten, profitierten von einer hohen emotionalen Mitarbeiterbindung, lautet das Fazit der Berater.

Informationen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Informationen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber rund um das Homeoffice in der Corona-Pandemie zu rechtlichen Fragen gibt das Webportal des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Umfassende Erklärungen, worauf Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Corona-Krise hinsichtlich organisatorischer, rechtlicher und auch gesundheitlicher Aspekte beim Arbeiten im Homeoffice achten sollten, enthält das Webportal der vom BMAS initiierten Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).

Das Deutsche Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF), das sich unter anderem mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz beschäftigt, stellt Broschüren mit Präventionsvorschlägen, für Arbeitgeber und Betroffene online zur Verfügung. Darunter beispielsweise den 20-seitigen Flyer „Psyche und Gesundheit im Erwerbsleben“.

Tipps, wie betroffene Arbeitnehmer die Herausforderungen im Homeoffice möglichst gut meistern können, enthält die kostenlos herunterladbare Broschüre „Mit Home-Office-Modellen Familie und Beruf gut vereinbaren“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bietet umfangreiche Informationen von den Symptomen bis zur Behandlung von Schlafstörungen, Depressionen bis hin zum Burn-out.