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Rund zehn Millionen Bürger erhalten eine Riester-Förderung

Von 2018 bis einschließlich 2020 erhielten mehr als zehn Millionen Bürger pro Jahr mehrere Milliarden Euro an staatlicher Förderung im Rahmen eines Riester-Rentenvertrages. Eine aktuelle Statistik des Bundesministeriums für Finanzen verdeutlicht nicht nur die Höhe der ausbezahlten Förderung, sondern auch wie viele Riester-Sparer im Detail von den Geldzulagen und/oder Steuerentlastungen profitierten.

Die staatlich geförderte Altersvorsorge in Form der Riester-Rente gibt es seit dem 1. Januar 2002. Jedes Jahr veröffentlicht das Bundesministerium für Finanzen (BMF), wie viele Personen staatliche Geldzulagen und/oder Steuervorteile für diese Riester-Verträge erhalten haben.

Nach den aktuellen Daten haben 2018 über 10,7 Millionen, 2019 knapp 10,7 Millionen und 2020 etwa 10,4 Millionen Riester-Sparer davon profitiert.

Die ausbezahlte Förderhöhe für Zulagen und Steuervergünstigungen der Riester-Rente betrug in 2018 und 2019 jeweils rund vier Milliarden Euro und in 2020 knapp 3,8 Milliarden Euro. Die Daten für 2020 sind noch vorläufig. Für 2021 wurden noch keine Werte bekannt gegeben.

Die Vorteile eines Riester-Vertrages

Anspruch auf eine Förderung mittels einer Riester-Rente haben alle Rentenversicherungs-Pflichtigen wie Arbeitnehmer und einige Selbstständige, aber auch Beamte sowie alle Ehepartner der genannten Förderberechtigten, sofern sie einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben. Zudem müssen sie mindestens einen Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr in den Vertrag selbst einzahlen.

Als Förderung werden dem Riester-Sparer jährlich eine Grundzulage von maximal 175 Euro gutgeschrieben. Zudem gibt es eine Kinderzulage von bis zu 185 Euro pro Jahr – für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, sind es jährlich bis zu 300 Euro – für jedes Kind, für das der Förderberechtigte oder sein Ehegatte Kindergeld bekommt. Jeder, der einen Riester-Vertrag abschließt und jünger als 25 Jahre ist, erhält zudem einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Die volle Zulagenförderung, also eine maximale Grund- und Kindergeldzulage erhält ein Riester-Sparer nur, wenn er insgesamt – also inklusive der staatlichen Zulagen – vier Prozent seines Vorjahres-Bruttoeinkommens als Beitrag in den Riester-Vertrag eingezahlt hat. Sind die eingezahlten Beiträge inklusive der Zulagen niedriger, reduziert sich die Zulagenhöhe entsprechend.

Ein Riester-Vertrag kann aber auch die Steuerlast senken, denn die eingezahlten Beiträge inklusive der vom Staat gezahlten Zulagen können bis maximal 2.100 Euro im Jahr als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden.

Knapp 3,8 Milliarde Euro Zulagen und Steuervergünstigungen

Von den 10,4 Millionen Förderberechtigten, die 2020 einen Riester-Vertrag hatten, erhielten knapp 6,5 Millionen Personen ausschließlich Zulagen. Über 127.700 Riester-Sparer bekamen eine Steuerentlastung. Zudem erhielten mehr als 3,8 Millionen Personen beides, also Zulagen und eine Steuerentlastung.

Im Detail wurde im Jahr 2020 fast 10,3 Millionen Riester-Sparern eine Grundzulage in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden Euro gutgeschrieben. Zusätzlich knapp 1,4 Milliarden Euro wurde für die 3,8 Millionen Riester-Sparer, die zudem eine Kinderzulage bekamen, vom Staat bezahlt. Der Berufseinsteigerbonus, den über 83.600 Personen erhielten, hatte eine Gesamtauszahlungshöhe von 14,5 Millionen Euro.

Rund 991.700 Millionen Euro entfielen auf die knapp vier Millionen Riester-Sparer, die von einem Steuervorteil durch den Riester-Vertrag profitieren konnten. Insgesamt wurden 2020 rund 2,8 Milliarden Euro an Zulagen und 991.700 Millionen Euro an Steuervergünstigungen ausbezahlt. Mehr Informationen, welche individuellen Vorteile eine Riester-Rente bietet, erfährt man beim Versicherungsfachmann.