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Geldanlage: Sicherheitsbedürfnis schlägt (noch) Nachhaltigkeit

Die Bedeutung von Nachhaltigkeit als Anlagekriterium verharrt auf niedrigem Niveau. Sicherheit ist den meisten Bürgern hierzulande nach wie vor am wichtigsten, wie eine aktuelle Umfrage belegt. Allerdings sind auch viele davon überzeugt, dass nachhaltige Lösungen zur Alters- und Vermögensvorsorge risikoärmer und langfristig auch rentabler sind als Produkte, die diesen Nachhaltigkeitsfokus nicht haben.

Die Bürger haben hierzulande ein hohes Nachhaltigkeits-Bewusstsein, bei konkreten Anlageentscheidungen spielt Nachhaltigkeit jedoch nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Dies ist das Ergebnis einer Sonderbefragung des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH (Diva), eines Forschungsinstituts des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV).

Für die Auswertung hat das Institut 2.000 Personen online befragen lassen. Die Erhebung wurde vom Markt- und Sozialforschungs-Institut Insa-Consulere GmbH durchgeführt und ist nach deren Angaben repräsentativ.

Nachhaltigkeit weiterhin Schlusslicht

Im Vergleich zur vergangenen Sommerbefragung gebe es nur geringfügige Veränderungen zu verzeichnen, berichten die Studienautoren. Die Mehrheit der Befragten (fast 54 Prozent) ist aktuell überzeugt, dass nachhaltige Geldanlagen auch zu einer nachhaltigeren Gesamtwirtschaft beitragen können.

Bei der konkreten Entscheidung über eine Geldanlage anhand vier Kriterien, steht die Nachhaltigkeit bei den Befragten mit 15 Prozent immer noch an letzter Stelle, auch wenn sie sich gegenüber der Umfrage im letzten Sommer um zwei Prozentpunkte verbessert hat. Das wichtigste Kriterium ist für 40 Prozent der Faktor Sicherheit (40 Prozent). Es folgen Rentabilität (27 Prozent) und Liquidität (18 Prozent). In der Auswertung sind die von den Befragten jeweils angegebenen Ränge eins und zwei berücksichtigt, gewichtet im Verhältnis zwei zu eins.

Allerdings gehen den Studienergebnissen zufolge aktuell fast 39 Prozent der Befragten davon aus, dass nachhaltige Geldanlagen risikoärmer sind als Anlagen ohne Nachhaltigkeitsfokus. Zudem glauben 40 Prozent, dass nachhaltige Geldanlagen langfristig eine höhere Rendite erwirtschaften. Vor allem die Altersgruppe der 19- bis 29-Jährigen (51 Prozent) ist davon überzeugt.

Nachhaltigkeit, Sicherheit und Rendite in einem

Die Versicherungswirtschaft hat sich längst des Themas Nachhaltigkeit angenommen. Viele Versicherer richten beispielsweise ihre eigenen Prozesse und Entscheidungen, aber auch die Kapitalanlagen-Strategien vermehrt nach ökologischen, sozialen sowie sozial-gesellschaftlichen Aspekten aus.

Umwelt- und Klimaschutz, ein friedvolles Miteinander, Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte einhalten und Zukunftssicherheit für nächste Generationen sind nur einige der Kriterien, die hierbei eine Rolle spielen.

Dementsprechend gibt es auch diverse Lösungen von Versicherern zur Altersvorsorge und zum Vermögensaufbau, die Nachhaltigkeit, Sicherheit und Rendite in einem vereinen. Ein Versicherungsvermittler berät auf Wunsch über entsprechende Produkte.